Hersteller von Leichtbauhallen geriet in Schieflage
Krise in der Bauwirtschaft
Unser Mandant, ein spezialisierter Bauherr für Leichtbauhallen in verschiedensten Branchen, kam frühzeitig auf uns zu: Der Jahresstart verlief schwächer als erwartet, zeitgleich bahnte sich ein erheblicher Liquiditätsengpass an.
Sein Ziel war es, strukturiert gegenzusteuern, bevor sich die kritische Lage weiterhin zuspitzt – ein vorausschauender Schritt, den wir sehr schätzen.
Was macht das Unternehmen
Das Unternehmen ist in der Bauwirtschaft tätig und fokussiert sich auf die Errichtung modularer Lagerhallen.
Mit namenhaften Referenzen und einem starken Markenauftritt konnte es sich einen herausragenden Ruf für Stabilität und Flexibilität aufbauen.
Organisatorisch wird das Unternehmen schlank geführt: mit flachen Hierarchien, aber zunehmender operativer Komplexität.
Zusätzlich engagiert sich das Unternehmen in verschiedenen Bauprojekten, die die Flexibilität und Effizienz der Bauwirtschaft fördern.
Die Schieflage – Ursachen und Zusammenhänge
Trotz der erfolgreichen Geschäftsentwicklung führten mehrere Faktoren zu der angespannten Lage:
– Starkes Wachstum der Vorjahre brachte die internen Strukturen an ihre Grenzen
– Hohe Lagerbestände in unfertigen Leistungen sowie bei den RHB-Stoffen haben das Kapital gebunden
– Rückgang großvolumiger Projekte mit Anzahlungen bei gleichzeitiger Zunahme kleinerer, vorzufinanzierender Aufträge
– Steuerungsinstrumente waren der Unternehmensgröße nicht mehr angemessen, die veralteten oder fehlerhaften Daten erschwerten fundierte Entscheidungen
Unsere eingeleiteten Maßnahmen
– Schaffung einer Zahlenklarheit: Aufbereitung und Plausibilisierung der Ertrags-und Finanzkennzahlen auf aktueller Datenbasis.
– Etablierung einer integrierten Liquiditätsplanung: Einführung eines monatlichen Abgleichs zwischen Buchhaltung, Projektmanagement sowie Warenwirtschaft.
– Stärkung der Transparenz: Einführung eines Statusreports mit qualitativen Fortschrittskommentaren zur Dokumentation, Planung und zur Risikofrüherkennung.
– Nutzung des kulturellen Kapitals: Der kooperative Führungsstil sowie die aktive Marktorientierung werden als tragende Elemente gezielt weiter gestärkt.
Fazit und Ausblick
Durch unsere kooperative Zusammenarbeit mit dem Unternehmen konnten wir eine tragfähige Ertrags- und Finanzplanung für das nächste Geschäftsjahr aufsetzen.
Die Kapitaldienstfähigkeit des Unternehmens ist sichergestellt – dennoch wird das Unternehmen im nächsten Quartal vorübergehend einen erhöhten Liquiditätsbedarf geben, den es zu bewältigen heißt.
Mit den geschaffenen Strukturen ist unser Mandant dafür jetzt gerüstet.
Die Finanzpartner haben nach den Veränderungen die Bereitschaft zur Finanzierung erklärt.
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